spuerbartheater_Es_war_die_Lerche_01Es war die Lerche, in der Inszenierung von Nicole Erbe, ist eine Collage auf der Grundlage der gleichnamigen Komödie von E. Kishon. Auf der Basis dieses Stückes wurden Fragmente von Shakespeares Original eingefügt und ineinander verwoben.

Die Lerche bleibt dabei ein einheitliches Stück, welches hypothetisch zeigt, wie die Beziehung von Romeo und Julia weitergegangen wäre. Romeo und Julia haben demnach ihren Doppelselbstmord überlebt und führen nun ein Familienleben. Mit ihnen lebt auch ihre vierzehnjährige Tochter Lucretia, die sich, im selben Teenageralter wie ihre Mutter damals, nach der wahren Liebe sehnt.

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Die Beziehung der Eltern ist hierfür kein Vorbild, da diese von den Alltäglichkeiten des Ehelebens erschüttert ist. Romeo ein mittelloser Musiklehrer sucht die verloren gegangene Leidenschaft zwischen Rettich und seiner Lieblingswärmflasche “Lisa” und hofft, auf die grosse Erbschaft seiner Schwiegermutter. Seine Frau Julia ergeht sich in Tagträumen, in welchen sie den jungen Romeo wieder findet und sich den Gefühlen von damals hingibt. Erinnerungen werden heraufbeschworen, betrachtet, verklärt, korrigiert und wieder im Kistenstapel verkramt. Ist Liebe nur dann gross, wenn sie, wie in Shakespeares Original nur ein paar Tage dauert? Und was passiert mit ihr in einer Ehe, die nur der Tod scheidet? Ironisch und manchmal melancholisch macht sich dieses Stück auf der Suche und Schaut dabei bei denen vorbei, die es eigentlich wissen müssten … Julia und Romeo.