spuerbartheater_Tod_01Das Stück
Der Einakter “Tod” erscheint öfter im Zusammenhang mit dem Stück “Gott”. Woody Allen beleuchtet auch in diesem Werk das Leben in seiner Absurdität und stellt ähnliche Lebens- und Sinnfragen.
“Tod“ beginnt als Kriminalkomödie mit der Suche nach einem ominösen Mörder und entwickelt sich langsam zur philosophischen Parodie. Denn die Kardinalfrage “Wer ist der Mörder?” mündet in die Frage nach unserer Haltung gegenüber dem Leben und seinen Herausforderungen und endet in der Konfrontation mit dem Tod. Typisch für Woody Allen: der Humor bleibt immer mit im Spiel, und sei es der Galgenhumor im wahrsten Sinne des Wortes …

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Angereichert durch Textpassagen des Autors F.K. Waechter sowie tänzerischen Elementen, entsteht in der Inszenierung von Nicole Erbe eine kurzweilige Kriminalkomödie der besonderen Art.

Die Handlung
Kleinmann, in der Inszenierung von drei Schauspielern gleichzeitig gespielt, wird eines nachts widerwillig von seinen Freunden aus seinem warmen Bett auf die dunklen Straßen gezerrt. Die ganze Stadt ist auf den Beinen und jagt einen blutrünstigen Mörder. Kleinmann, ein Feigling und passionierter Verdränger von Problemen, soll sich beteiligen und seine Rolle im Plan spielen, den die Bürgerwehr der Kleinbürger ausgeheckt hat. Der Plan selbst bleibt für Kleinmann ebenso rätselhaft wie die Identität des Mörders, der merkwürdigerweise immer so aussieht, wie sein jeweiliges Opfer. Aus der Suche nach dem Irren entsteht ein Durcheinander von paranoiden und schizoiden Jägern und Gejagten, in dem sich auch ein Drückeberger unversehens mitten im Kreuzfeuer befinden kann. Einen Gewinner gibt es dabei: den Tod selbst.